Um zu analysieren auf welche Elemente eines Onlineshops Besucher am meisten ihre Aufmerksamkeit richten, können Sie die Klickraten untersuchen. Verschiedene Unternehmen bieten unterschiedliche Arten an die Anzahl der Klicks und die Elemente auf die geklickt wurde, zu betrachten. Es ist möglich das Anklicken einzelner Elemente zu testen, das Scrollen der Nutzer oder die Mausbewegungen nachzuvollziehen. Crazy Egg und Click Tale sind zwei namhafte Anbieter solcher Klickbilder.
Crazy Egg
Crazy Egg ist ein Unternehmen aus den USA, welches 2005 gegründet wurde. Im Angebot sind unterschiedliche Darstellungsweisen von Klicks die sich „Heatmaps“, „Scrollmaps“, „Confetti“ und „Overlay“ nennen. „Heatmap“ bedeutet so viel wie eine „heiße Karte“ und ist eine bildliche Darstellung des Klickverhaltens der Besucher einer Website. Stellen an die Nutzer besonders oft klicken werden „heißer“, also dunkelrot, dargestellt. Stellen, die weniger Beachtung bekommen, werden „kalt“, also in Blautönen, interpretiert. „Scrollmaps“ stellen das Scrollverhalten der Nutzer dar. Hier wird farblich darstellt wie weit die Besucher herunterscrollen und wann sie die Seite abbrechen. Mit der „Confetti“ Seite werden über die Internetseite bunte Punkte verteilt. Jede Farbe ist unterschiedlichen Websites zugeordnet. So kann ausfindig gemacht werden von welcher Seite die Nutzer kommen und was sie dann auf Ihrem Shop zuerst anklicken. Die „Overlay“ Karte zeigt die Anzahl der Klicks auf jedem Element der Seite an. Hier sieht man nicht was zuerst ausgewählt wurde, sondern wie oft Links genutzt werden.
Click Tale
Click Tale ist ein Anbieter aus Israel und wurde 2006 gegründet. Auch bei diesem können Grafiken vom Scrollverhalten und Klickverhalten der Nutzer erzeugt werden. Außerdem können Mausbewegungen der Besucher verfolgt werden, das sogenannte „Visitor Recording“. Eine „Heatmap“ dieser Bewegungen kann sogar erstellt werden und mit einem „Real-Time-Editor“ kann in Echtzeit angeschaut werden woher die Kunden kommen und was sie gerade anklicken. Über „Link Analystics“ können Shopmanager nachvollziehen über welche Links die Besucher auf andere Links stoßen.
Im Vergleich zum Mousetracking gibt es auch die Möglichkeit des Eyetracking. Auch wenn Crazy Egg auf der Homepage damit wirbt, so handelt es sich dabei nicht um Eyetracking. Click Tale hat in dem dazugehörigen Blog auf die Unterschiede der beiden Methoden hingewiesen. Beim Eyetracking, was so viel wie Blickerfassung bedeutet, werden mittels einer Gehirnstrommessung die Blicke auf die Homepage analysiert. Dies ist ein sehr viel teureres und aufwändigeres Verfahren als das Verfolgen des Mauszeigers bzw. der Mausklicke. Doch wie sinnvoll sind beide Verfahren? Ich habe festgestellt, dass ich nicht überall mit der Maus dort hinfahre wo ich auch hinschaue. Einige Menschen fahren aber mit dem Mauszeiger über die Schrift während sie diese lesen. Dort wäre ein Mousetracking Verfahren sinnvoll, es lässt sich aber nicht auf alle Nutzer gleichermaßen anwenden.
